Was macht einen guten Crosshelm aus?

Wann ist ein Crosshelm eigentlich ein wirklich guter Crosshelm? Diese Frage stellen Kunden in unserem KTM-Store vor Ort wie auch über unseren Chat oder Mailanfragen immer häufiger. Es ist hinlänglich bekannt, dass Motocross wie auch der Enduro Sport, sofern halbwegs ambitioniert ausgeführt, durchaus ruppige Angelegenheiten sind. Das Beherrschen des Bikes, ausreichend Kondition und gute Koordination durch viel Training sind unerlässlich.

Nicht zuletzt ist es aber auch ordentliches, zuverlässiges Material, welches beim Motocross oder im Enduro Sport aller Leistungsklassen entscheidet, ob Spaß und Sicherheit oder ob Ärger und Verletzungsrisiken überwiegen. Wir als KTM und Husqvarna Vertragshändler möchten uns in diesem Beitrag nicht lange über die Qualität von Motocross oder Enduro Bikes unterhalten, da beide Hersteller Bikes von bester Qualität liefern.

In diesem Beitrag steht das Outfit des Enduro-Fahrers oder Motocross Fahrers im Vordergrund. Im speziellen geht es hier um den Crosshelm. Denn jedem ist klar, dass es im Motocross oft ziemlich hart hergeht und es seinen Kopf zu schützen gilt. Außerdem bedeuten Stollenreifen kombiniert mit losem Untergrund und viel Drehmoment, dass auch entsprechend Untergrund-Material unkontrolliert beschleunigt wird und eine potentielle Gefahr für den Fahrer darstellt.

So ist nicht nur vor Stürzen oder unkontrollierten Konkurrenten oder deren Bikes Schutz gefragt, sondern auch gegen Steine, Sand und Schmutz. Beim Enduro kommen Äste, Gestrüpp und ebenso loser oft sogar steiniger Untergrund hinzu. Oder eben der Vordermann, welcher im steilen Gelände die Kontrolle über sein Bike verliert und dieses der Schwerkraft überlassen muss.

Gerade in diesen Momenten, wo Maximalleistung gefragt ist, entscheidet ein hochwertiges Equipment – sprich der Crosshelm sowie eine Schutzbrille mit robuster Scheibe maßgeblich ob eine Fahrt, ein Rennen oder ein Training durchgezogen beziehungsweise fortgesetzt werden kann.

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Was sind die Besonderheiten eines Crosshelms?

Fast jedem ist die mehr als markante Form des klassischen Crosshelms bekannt. Von hinten betrachtet gleicht der Crosshelm einem klassischen Motorradhelm. Aus der Frontalansicht fällt sofort der ausgeprägte Kinnbügel und das markante „Shield“ ins Auge. Im Vergleich zu klassischen Motorradhelmen fehlt offensichtlich das Visier, welches durch eine Motocrossbrille ersetzt wird. Diese gleicht einer klassischen Skibrille oder Goggle.


Das Crosshelm Shield – du willst wissen wozu es dient?

Das Shield dient ganz klar dem Sonnen-, und Spritzschutz. Im Motocross ändert sich dauernd die Richtung, zwischen Sprüngen, Spitzkehren und anderen Obstacles (Hindernissen) sollte der Fahrer auch laufend sein Wettbewerberfeld im Auge haben. Das Shield gewährt so Sonnenschutz, bei Bedarf kann der Kopf etwas geneigt werden und man hat wieder blendfreies Sichtfeld.
Weiters dient das Shield auch als Spritzschutz und hält das Blickfeld, die Augen und natürlich das Gesicht des Fahrers von oben geschützt.
Ein leichtes Neigen des Kopfes reicht aus um sich vor losem Untergrund, welcher durch die Luft fliegt, zu schützen. Aber auch Regen wird durch das Shield des Crosshelms vom Sichtfeld und der Crossbrille ferngehalten. Um eben auch hier eine möglichst gute Sicht des Fahrers zu gewähren.

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Der markante Kinnbügel des Crosshelms

Von der Seite betrachtet bildet der Kinnbügel eine Linie mit der Helmoberkante einerseits und mit dem Shield an der Vorderkante. Ziel des Kinnbügels am Crosshelm ist klar der Schutz der unteren Gesichtspartie. Der Kinnbügel ragt deshalb weiter hervor als bei klassischen Motorradhelmen, damit der Fahrer vor seinem Mund Freiraum zum Atmen und bei Bedarf die Möglichkeit zu Trinken beziehungsweise Platz zum Zuführen eines Trinkschlauchs hat.

Eine Motocrossbrille schließt aus der Frontalsicht genau die Lücke zwischen Shield und Kinnbügel. So ist Schutz von vorne gewährt, dennoch verfügt der Fahrer über ein wesentlich offeneres Gefühl als würde er einen Vollvisier- oder Integralhelm tragen.

Man muss sich bewusst machen, dass Sportarten wie Motocross für welche diese Helme gebaut sind in kurzer Zeit maximalste Anstrengung fordern. So ist eine sehr gute Luftzufuhr zu Mund und Nase des Fahrers unerlässlich. Daher kommen auch die meist groß erscheinenden Lufteinlässe an der Kinnbügelvorderseite zustande.

Gleiches gilt für Ralleys oder Hardenduros. Stundenlange Maximalbelastung im Grenzbereich. Mit einem Vollvisierhelm würden die Fahrer binnen weniger Stunden kollabieren und fahruntauglich sein.

Ein moderner Crosshelm bietet maximalen Schutz bei recht freiem Bereich vor Mund und Nase, während der Unterkiefer festen Halt und somit Schutz im Kinnbügel findet.

Das ideale Gewicht eines Crosshelms

Grundsätzlich gilt natürlich je leichter der Helm, desto angenehmer ist er zu tragen. Auch die Belastungen beim Beschleunigen, Bremsen, bei Kompressionen, Sprüngen und Landungen sind bei einem leichten Crosshelm geringer.
Helme der absoluten Profis haben ein Gewicht von unter 1.000 Gramm. Reguläre auf dem Markt verfügbare Helme wiegen zwischen 1.000 und 1.500 Gramm.

Wie steht es um die Areodynamik des Crosshelms?

Trotz herausragendem Shield und Kinnbügel sind die Hersteller um maximale Aerodynamik bemüht. So finden sich an modernen Crosshelmen Lufteinlässe und Luftschlitze sowie Luftfurchen am Shield, dem Kinnbügel und an den Seiten des Helms. Je aerodynamischer der Helm, desto weniger Kraft wirkt auf den Nacken, was auf Dauer Energie spart uns körperliche Belastung reduziert.

Was im und bei einem MX-Helm noch wichtig ist:

Moderne Crosshelme sind mit einem herausnehmbaren und antibakteriellen Innenfutter ausgestattet. So kann dies aus dem Helm entnommen und in der Waschmaschine gereinigt werden. Besonders erwähnenswert ist außerdem der Verschluss.

Hinsichtlich Verschluss hat sich der klassische Doppel-D Verschluss durchgesetzt. Ein einfaches aber sehr sicheres und viele Jahrzehnte erprobtes Helm Verschlusssystem.

Das Material der Motocross-Helmschale

Moderne Crosshelme bestehen je nach Preis und Gewichtsklasse aus Carbon, Carbon- Fieberglas Kombination oder aus Fieberglas. Reine Carbonhelme gelten als sehr leicht und ein Gesamtgewicht unter 1.000 Gramm ist mit einer Carbon-Außenschale möglich. Carbon- Fieberglas oder reine Fieberglas-Helme schaffen ein Gewicht von ca 1.100 Gramm aufwärts.

 

Die Passform eines guten Enduro- und Motocrosshelmes

Zur groben Selektion hilft es, wenn man seinen Kopfumfang in Zentimetern kennt.

Beim Aufsetzen muss der Helm am gesamten Kopf fest aufsitzen, ohne an einer Stelle merklich Druck zu verursachen. Hat man einen Helm gefunden der gefällt, ist sich aber nicht zu 100% sicher ob er passt, dann einfach dasselbe Modell eine Größe kleiner oder größer probieren – so kann die richtige Größe sicher gefunden werden.

Tipp um die richtige Größe des Crosshelm zu ermitteln:

  • Wenn man den Crosshelm am Kopf trägt und mit beiden Händen am Kinnbügel fasst und dann leicht 1-2 cm nach links und rechts drückt, sollte sich die Kopfhaut vorsichtig mitbewegen, ohne dass es zu Schmerzen kommt.

  • Weiters sollte sich der Helm bei geschlossenen Kinnriemen auf keinen Fall vom Kopf lösen lassen.

  • Den Crosshelm 5-10 Minuten am Kopf tragen und prüfen ob das Tragegefühl anhaltend positiv ist.

  • Der Unterkiefer sollte im Kinnbügel angenehm straff sitzen, dies gewährleistet guten Halt. Öffnen und schließen des Mundes sollte jedoch ungehindert möglich sein.

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Der Style des Crosshelms muss zum Bike wie natürlich auch zum Outfit passen!

Vergleicht man aktuelle Crosshelm Modelle mit denen vor ca 5 Jahren, so hat sich sehr viel getan. Designs und Linienführung welche perfekt zu den Top Modellen der großen Hersteller abgestimmt sind, sind mittlerweile Standard. Signature Modelle der Top Motocrossfahrer wie auch schlichte Crosshelme sind im Trend. Von mattschwarz bis ultrabunt ist alles dabei. Jeder Geschmack und wirklich jeder Style wird durch alle Preisklassen bedient. Die Auswahl an frischen Helmdesigns war wohl noch nie größer als gegenwärtig!

Kini Red Bull Crosshelm – Fullgas meets Function & Style!

Keine andere Marke steht für mehr Dynamik und für mehr Erfolg im Leistungssport wie Red Bull. Dies kombiniert mit der Familie Kinigadner, auch „Kinis“ genannt ergibt eine explosive Mischung welche für „Benzin im Blut“ steht. Fullgas, so das Motto der Kinis - und wenn schon Fullgas, dann erst recht in einem Kini Red Bull Crosshelm!